Ikea wird sich den Reihen der Einzelhändler anschließen, die kleinere Geschäfte eröffnen, indem sie am Montag, den 15. April, ihren Standort “City” in der Upper East Side von New York eröffnen. Der kompakte Prototyp von Ikea unterscheidet sich von anderen Einzelhändlern wie Target, die sich verkleinert haben, um die Vorteile dichter Stadtgebiete zu nutzen. Ikea verfolgt einen einzigartigen, nicht lagernden Showroom-Ansatz. Das Ikea-Konzept ist in hohem Maße ein Planungsstudio, ein Ort, an dem Kunden Ideen sammeln, Planungsrunden buchen und Online-Einkäufe tätigen können. Dies kann mit oder ohne die sehr fähigen und gut ausgebildeten Verkäufer erfolgen, für die Ikea bekannt ist.

Das dreigeschossige, 17.000 Quadratmeter große Lager ist strategisch so angelegt, dass es drei sich ergänzende Planungsphasen abdeckt: Designideen, Komponenten und den Planungs-/Implementierungsprozess. Im Mittelpunkt stehen die kompakten Lebensräume von New York City, die in anderen dichten Stadtgebieten des Landes immer häufiger vorkommen. Eine Reihe von prototypischen Wohnungen unterschiedlicher (kleiner) Größe sind komplett eingerichtet, möbliert und ausgestattet. Es ist ein Walkthrough-Katalog, trifft auf inszenierte “Open House”. Das Konzept bringt die üblichen Ikea-Lagerhausvignetten auf die nächste Ebene mit der Anordnung von Schränken, Schränken und Zubehör in sehr realen, lokalisierten Konfigurationen.

Zusätzlich zu den fertiggestellten Suiten gibt es mehr segmentierte “Storage Stories”, die auf die nahezu endlosen Kombinationen von Organisationsteilen und -stücken hinweisen. Verzahnt mit der Vielzahl von Lagersystemen, sind die Ausführungsvarianten für Schränke, Arbeitsplatten und dergleichen. Nicht zuletzt ist der Planungsraum im dritten Stock mit den entsprechenden Computern und den dazugehörigen Arbeitsbereichen in den Planungsprozess eingebunden. Natürlich gibt es überall mehrere Flachbildterminals, die den Zugang zu IKEA-USA.com ermöglichen.

Die gesamte Erfahrung ist repräsentativ für die nächste Retail-Iteration, die sich ganzheitlich aus Online und Offline zusammensetzt. Es verlagert den Schwerpunkt weg vom produktbasierten Verkauf hin zum lösungsorientierten Verkauf, wobei der Schwerpunkt weiterhin auf dem “Clienteling” liegt. Das Beste daran ist, dass es ein phänomenales Umsatzpotenzial bietet, während es sich bei größeren benachbarten Full-Service-Märkten für die Logistik und Distribution anbietet. Es überrascht mich kein bisschen, dass Ikea die Führung bei der Entwicklung eines hybriden Einzelhandelsformats übernehmen würde, das ein Nischensegment innerhalb seines eigenen Markenuniversums so spezifisch und erfolgreich adressieren würde. Ich wette auch, dass während des gesamten Planungsprozesses wenig oder gar keine Gesprächszeit auf die “Sales Attribution” verwendet wurde. Ich freue mich auf den Besuch eines der 30 solchen “Nicht-Lagergeschäfte”, die in den kommenden Jahren eingeführt werden.